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Die Wurzelkanalbehandlung („der Nerv muss entfernt werden!“)
- ist die Alternative zum Zahnverlust!

Einen Zahn zu konservieren heißt, ihn in seiner ursprünglichen Form bei maximaler Schonung der gesunden Originalsubstanz wiederherzustellen. Unter dem Begriff „konservierende Zahnheilkunde“ werden mehrere Fachgebiete der Zahnmedizin geführt, welche dem Erhalt der Zahnsubstanz dienen. Die Endodontologie ist ein wichtiger Fachbereich, welcher dem Erhalt des Zahnes dient.

Ein gesunder Zahn besteht aus einer Zahnkrone und einer oder mehreren Wurzeln. Im Inneren des Zahnes befindet sich ein Hohlraum (die Pulpa) mit Blutgefäßen, Nervenfasern und Bindegewebe.


Durch Karies, die sich durch die Zahnhartsubstanz „gefressen“ hat, können Bakterien in diesen Hohlraum eindringen und den Zahnnerv entzünden.

Folgen der tiefen Karies sind:

  • Schmerzen, Aufbissempfindlichkeit, ausgeprägte Heiß-Kalt-Sensibilität

  • Ohne Behandlung entwickeln sich eitrige Abszesse an der Wurzelspitze (dicke Backe)

  • Die Bakterien können sich nun über das Weichgewebe im gesamten Körper verteilen und Erkrankungen verursachen

 

Behandlungsmöglichkeiten:

  1. Der Zahn wird entfernt, oder

  2. Eine Wurzelkanalbehandlung (Entfernung des entzündeten Nervengewebes aus dem Wurzelkanal  und Verschluss mit Füllmaterial)

 

Ablauf der Wurzelkanalbehandlung:

  1. Örtliche Betäubung, damit die Behandlung für den Patienten möglichst schmerzfrei ist

  2. Der Zahn wird aufgebohrt und der Nerv mit speziellen Instrumenten entfernt

  3. Der Wurzelkanal wird erweitert, gereinigt und desinfiziert

  4. Verschluss des Wurzelkanals mit Wurzelfüllmaterial

  5. Abschließende Versorgung zur Stabilisierung des Zahnes (z. B. Krone)

Endodontologie -

Erkrankung der Zahnwurzel

Kassenleistung / Privatleistung / Zuzahlung bei der Wurzelkanalbehandlung?!

Kassenleistung:

Seit 2004 gelten Richtlinien, die den Leistungsumfang der gesetzlichen Kassen einschränken. Ein Zahn muss bestimmte Kriterien erfüllen, damit er als „behandlungswürdig“ gilt. Das heißt z.B., nur Zähne in geschlossenen Zahnreihen oder mit Gegenbezahnung sind es „wert“, erhalten zu werden.

Das bedeutet für Sie:


„Nicht jeder Zahn, der durch eine Wurzelkanalbehandlung erhalten werden kann, wird von der Kasse gezahlt!“
Zähne, welche die vorgegebenen Kriterien der Krankenkassen erfüllen, werden im Rahmen des Wirtschaftlichkeitsgebots der Krankenkassen behandelt.

Private Zuzahlung:

Mit Hilfe zusätzlicher moderner Techniken (z.B. Elektronische Längenmessung zur genauesten Längenbestimmung, Ni-Ti-Feilen mit hoher Flexibilität und zum Schutz vor Instrumentenbruch, konfektionierte Stifte als bester Schutz vor Neubesiedelung durch Bakterien) lassen sich Wurzelbehandlungen aber mit deutlich besseren Ergebnissen und einer besseren Prognose für den Zahn abschließen! Ein marktoter Zahn kann dadurch deutlich länger in Funktion bleiben!

Privatleistung:

Zähne, welche die vorgegebenen Kriterien der Krankenkassen nicht erfüllen, müssen aber nicht zwangsläufig entfernt werden, sondern können trotzdem erhalten bleiben, wenn der Patient die Kosten für die aufwändige Behandlung selbst übernimmt. Die Behandlungskosten variieren je nach Wurzelzahl.

Oft lohnt sich diese Investition! Denn auch ein Zahn, der von der Kasse als nicht erhaltungswürdig eingestuft wird, kann zukünftig als Anker für eine festsitzende oder herausnehmbare Versorgung dienen.

Risiken:

Laut einer statistischen Erhebung aus dem Jahre 1997 sind mit herkömmlichen Behandlungsmethoden 35 % der Wurzelkanalbehandlungen erfolgreich.

Bei Anwendung neuerer, aber aufwändigerer und deshalb kostenintensiveren Methoden sind jedoch 95% der Wurzelkanalbehandlungen erfolgreich!

Es gibt immer ein Restrisiko des Therapieversagens aufgrund komplizierter Kanalstrukturen. Bei Komplikationen kann der Zahn dann unter Umständen noch mittels einer operativen Entfernung der Wurzelspitze gerettet werden.

Lebensdauer eines wurzelbehandelten Zahnes:

War die Wurzelbehandlung erfolgreich, kann der Zahn wieder als „gesund“ angesehen werden und noch viele Jahre in Funktion sein. Da wurzelbehandelte Zähne besonders bruchgefährdet sind, sollte eine Versorgung mit beispielsweise einem Glasfaserstift oder auch noch mit einer schützenden Krone erfolgen.

Jeder Zahn und jeder Patient sind individuell einzuschätzen, deshalb kann keine generelle Aussage über die Lebensdauer von wurzelbehandelten Zähnen getroffen werden.