Parodontologie

Parodontitis, im Volksmund auch als Parodontose bekannt,
ist eine entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparats.

Dieses zahnumgebende Gewebe besteht aus dem knöchernem Zahnfach, der Wurzelhaut, dem Wurzelzement und dem Zahnfleisch. Elastische Bindegewebsfasern sind dabei sowohl an der Knochenwand als auch an der Zahnwurzel fixiert. Sie dienen dem Zahn als Aufhängung im Knochenfach.

Bei einer Parodontitis wird zwischen zwei entscheidenden Krankheitsverläufen unterschieden. Während die chronische Parodontitis sich langsam entwickelt und häufig bei Patienten nach dem 45. Lebensjahr auftritt, schreitet die aggressive Parodontitis rasch voran und beginnt bereits im Alter von 15 – 20 Jahren.

Beide Formen der Parodontitis werden von Bakterien verursacht. Durch bakterielle Besiedlung und von Bakterien produzierten Giftstoffen kommt es zu einer Entzündung im Gewebe. Diese führt zum Abbau der Bindegewebsfasern, des Kieferknochens und manifestiert sich optisch im Rückgang des Zahnfleisches.

Weitere Faktoren die bei der Erkrankung eine Rolle spielen:

 

  • Genetik

  • Rauchen

  • Stress

  • Mundhygiene

  • Versorgungszustand des Gebisses

  • Fehlbelastung der Zähne

  • Zustand des Immunsystems

  • Stoffwechselerkrankung etc.

 

Merkmale einer Parodontitis:

 

  • häufiges Zahnfleischbluten

  • Schwellung des Zahnfleisches

  • Mundgeruch

  • Sekretentleerung aus den Zahnfleischtaschen

  • Zahnlockerung

  • Zahnfleischrückgang

  • empfindliche Zahnhälse

 

Unbehandelt bilden sich bei einer Parodontitis stetig tiefer werdende Zahnfleischtaschen.

Die Folgen sind Zahnlockerung und Zahnverlust.

Krankheitstherapie:

 

  1. Schritt:

    Professionelle Zahnreinigung inkl. Parodontalstatus

    (verschiedene Messungen zur Feststellung des Knochen- und Zahnfleischverlustes)

    Diese Messungen dienen als Antrag für gesetzliche Krankenkassen und zur späteren Verlaufskontrolle der Parodontitis.

     

  2. Schritt - ca. drei Wochen später:

    Behandlung der Zahnfleischtaschen einer Kieferhälfte (rechts) durch intensive, professionelle Reinigung mit Ultraschall, Handinstrumenten und einem Luft-Pulver-Wasserstrahlgerät. Es folgt eine antibakterielle Spülung aller Zahnfleischtaschen.

     

  3. Schritt - einen bis maximal zwei Tage nach Schritt 2:

    Behandlung der Zahnfleischtaschen einer Kieferhälfte (links) durch intensive, professionelle Reinigung mit Ultraschall, Handinstrumenten und einem Luft-Pulver-Wasserstrahlgerät. Es folgt eine antibakterielle Spülung aller Zahnfleischtaschen.

     

  4. Schritt - eine Woche nach Abschluss des 3. Schrittes:

    Nachbehandlung in Form von einer Sichtkontrolle und Aufklärung über Weiterbehandlung.

     

  5. Schritt - drei Monate danach:

    Professionelle Zahnreinigung inkl. Taschentiefenmessung als Kontrolle des Behandlungserfolgs

     

  6. Schritt - zukünftig im Abstand von vier bis sechs Monaten:

    Professionelle Zahnreinigung inkl. stetiger Verlaufskontrolle der Parodontitis und ggf. erneute Reinigung einzelner Bereiche.

 

Ergänzend zu Schritt 2. und 3. bieten wir behandlungsoptimierend Laserbehandlungen an.

 

Während der gesamten Therapie werden Sie von professionell ausgebildetem Fachpersonal begleitet, welches Ihnen bei Fragen stets gerne zur Verfügung steht.

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