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Zahnärztliche Schlafmedizin

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Schnarchen und Schlafapnoe

Das in der Bevölkerung weit verbreitete primäre Schnarchen wird oft als sehr störend empfunden und setzt die betroffenen Personen häufig unter einen ausgeprägten Leidensdruck.

Ursache ist meist eine Einengung des Rachenraumes durch eine Erschlaffung der beteiligten Muskulatur und Bindegewebe. Das erschlaffte Gewebe flattert im Luftstrom der Atmung, dadurch entsteht das Schnarchgeräusch.

Von einer medizinisch relevanten Erkrankung, der obstruktiven Schlafapnoe, spricht man, wenn etwa zusätzlich Atemaussetzer durch eine weitere Einengung oder einen Verschluss der oberen Atemwege auftreten. Die Phasen der verminderten Atmung führen zu einer Unterversorgung des Körpers mit Sauerstoff. In der Folge treten Aufweckreaktionen auf, damit der Körper wieder nach Luft schnappen kann. Dieses ständige Aufschrecken aus dem Schlaf verhindert den für Körper und Geist wichtigen erholsamen Schlaf. Ein danach häufig auftretendes Phänomen ist eine extreme Tagesschläfrigkeit wegen der fehlenden nächtlichen Erholungsphasen.

Die Beeinträchtigung der betroffenen Patienten ist erheblich. So gehen Schätzungen davon aus, dass bei circa 3 Millionen Deutschen häufig Tagesschläfrigkeit mit Einschlafneigung auftritt. Zunehmend wird die Schläfrigkeit als Unfallursache oder Beeinträchtigung im Berufsleben (z.B. LKW-, Bus-, PKW- Fahrer, Zugführer, Piloten u.a.) in ursächlichen Zusammenhang gebracht. Geschätzt wird, dass jährlich 17.000 Arbeitsunfälle, welche der gesetzlichen Unfallversicherung gemeldet werden, auf eine obstruktive Schlafapnoe zurückzuführen sind (Praxis der Schlafmedizin,2013).

Die Diagnose einer obstruktiven Schlafapnoe wird in der Regel durch entsprechende Untersuchungen in einem Schlaflabor (Polysomnografie) eingegrenzt und muss durch einen qualifizierten Schlafmediziner erfolgen.

Zahnärztliche Therapiemöglichkeit

Die Behandlung einer obstruktiven Schlafapnoe kann entweder mittels einer nächtlichen Überdruckbeatmung oder in vielen Fällen auch durch eine seitens eines qualifizierten Zahnarztes angefertigten Unterkieferprotrusionsschiene erfolgen.

Bei der Überdruckbeatmung wird während des Schlafes der Atemweg „freigepresst“, während die Unterkieferprotrusionsschiene durch eine Vorverlagerung des Unterkiefers und der an diesem hängenden Weichgewebe den Atemwegskanal im Rachen öffnet.

Ein starkes körperliches Übergewicht kann zusätzlich zu einer Einengung des Atemwegkanals im Halsbereich führen. Daher ist eine Kontrolle des eigenen Körpergewichtes bei adipösen Patienten eine ratsame Selbsthilfe zur Reduzierung der Symptome.